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Die RS Plus in integrativer Form am Standort Diesterwegschule startet im Schuljahr 2011/12.

Die Realschule plus wird es am Standort Diesterweg in der integrativen Form geben. In der 5. und 6. Klasse gibt es keine Trennung in Hauptschul- oder Realschulklassen, auch nicht in einzelnen Fächern. Alle Fächer werden also gemeinsam unterrichtet.

Erst in der 7. Klasse werden Entscheidungen getroffen:
Hier bleiben die Schülerinnen und Schüler zusammen im Klassenverband und werden entsprechend ihrer Neigung und Leistung in einzelnen Fächern in verschiedene Kurse eingeteilt. Es bleibt also lange offen, ob der Abschluss der Berufsreife oder der Mittlere Schulabschluss erworben werden kann.


Realschule plus

Grafik Realschule plus

Am Standort Diesterweg wird es eine RS plus in integrativen Form geben.
Die Schule wird Diesterweg- Paternus- Schule genannt werden, da die Paternus-HS und die Diesterweg-HS zusammengelegt werden.


Die Realschule...

...führt zum Qualifizierten Sekundarabschluss I; er berechtigt zu einem Übergang auf berufs- und unter bestimmten Voraussetzungen auch auf studienbezogene Bildungsgänge der Sekundarstufe II.

Um diese Brückenstellung zwischen Sekundarstufe I und II bzw. zur beruflichen Ausbildung zu erfüllen, vermittelt die Realschule eine allgemeine und eine berufsvorbereitende Bildung, die Theorie und Praxis verbindet.

Die Realschule wird verschiedene Lernschwerpunkte z. B. im sprachlichen, naturwissenschaftlich/technischen und wirtschaftlich/sozialen Bereich zur Auswahl haben.
Sie umfasst die Klassenstufen 5 bis 10 und ist der Sekundarstufe I zugeordnet.
 
Das Angebot der Pflichtfächer ist breit und enthält:

• Religion oder Ethik
• Erdkunde
• Musik
• Deutsch
• Geschichte
• Bildende Kunst
• Fremdsprache (i. d. R. Englisch, an einem Teil der Realschulen Französisch)
• Sozialkunde
• Sport
• Biologie
• Physik
• Chemie
• Mathematik


Mit der Realschule plus aufsteigen

In der Orientierungsstufe wird in der Realschule plus nach der gleichen Stundentafel wie im Gymnasium unterrichtet. Dies stärkt die Durchlässigkeit zwischen den Schularten und damit die Aufstiegsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, an einigen Realschulen plus Fachoberschulen einzurichten. Hier können die Schülerinnen und Schüler nach der 10. Klasse in einem zweijährigen Bildungsgang die Fachhochschulreife erreichen. Dies wird jedoch in Worms an keiner RS plus geschehen, da die Berufsschule diesen Bereich übernimmt. Die Diesterwegschule wird eine enge Kooperation mit der Berufsbildenden Schule anstreben und einzelne Unterrichtsbausteine in den höheren Klassenstufen gemeinsam mit der Berufsfachschule abhalten um somit den Übergang besser zu ermöglichen.


Wahlpflichtfächer

Mit Klassenstufe 7 setzen Wahlpflichtfächer ein, die Lernbereiche der Pflichtfächer vertiefen oder neue Kompetenzen vermitteln. Realschülerinnen und Realschüler entscheiden sich bei ihrer Wahl nach Neigung, Begabung und ggf. beruflicher Orientierung. Auf diese Weise bilden die Schülerinnen und Schüler besondere Lernschwerpunkte, die individuelle Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten fördern.
Dazu bietet die Stundentafel folgende Möglichkeiten:


Klassenstufen 7 und 8:

• 2. Fremdsprache (in der Regel Französisch; s. Anmerkung oben)
• Mathematik-Naturwissenschaften
• Textverarbeitung
• Informationstechnologie
• Familienhauswesen
• Technisches Zeichnen
• Bildende Kunst/Werken
• Sport


Klassenstufen 9 und 10:

• 2. Fremdsprache (Fortführung aus den Klassenstufen 7 und 8 oder in der Regel Französisch neu beginnend)
• Mathematik-Naturwissenschaften
• Wirtschafts- und Sozialkunde
• Sozialpädagogik
• Sport

Darüber hinaus besteht das Angebot schuleigener Wahlpflichtfächer mit besonderer Prägung. Die Wahlpflichtfächer der Klassenstufen 7 und 8 sind – mit Ausnahme der 2. Fremdsprache - zweistündig vorgesehen und werden zu 4 Gesamtwochenstunden kombiniert.
Die Entscheidung für ein Wahlpflichtfach ist in der Regel für zwei Schuljahre verbindlich. Die in den Wahlpflichtfächern erbrachten Leistungen werden benotet und sind versetzungswirksam. Für die Realschulen gilt die Kontingentstundentafel, d. h. die einzelne Schule kann die Anzahl der innerhalb des festgelegten Rahmens ausgewiesenen Ansätze für die einzelnen Jahrgangsstufen flexibel handhaben, muss jedoch in der Gesamtsumme den vorgegebenen Umfang an Wochenstunden einhalten.
Auf diese Weise kann sie sowohl im Bereich der Pflichtfächer als auch im Bereich der Wahlpflichtfächer eigene Schwerpunkte und Profile bilden. Über den Pflicht- und Wahlpflichtfachbereich hinaus können Realschulen im Rahmen der organisatorischen und personellen Möglichkeiten Wahlfächer und Arbeitsgemeinschaften anbieten.


Wahlpflichtbereich

Der Wahlpflichtbereich gliedert sich damit in die Fächer Technik und Naturwissenschaften, Hauswirtschaft und Sozialwesen sowie Wirtschaft und Verwaltung. Alternativ kann ab der sechsten Klasse Französisch als zweite Fremdsprache gewählt werden. Das Orientierungsangebot in Klassenstufe sechs, das einen Einblick in die Schwerpunkte, Arbeitsweisen und Inhalte der drei Fächer bietet, hilft den Schülerinnen und Schülern, sich für einen Lernbereich zu entscheiden. Unterrichtsprinzip ist dabei, zusammen mit den jeweiligen Fachinhalten Kompetenzen in den Bereichen Berufsorientierung, ökonomische und informatische Bildung zu vermitteln.

Grafik - Wahlpflichtbereich

Darüber hinaus haben die Schulen den Freiraum, in den Klassenstufen 7-10 eigene Angebote zu gestalten, die sich an den individuellen Interessen, der Lernsituation und der gezielten Förderung der Jugendlichen orientieren. Dazu können schuleigene Angebote aus dem Sportbereich, aber auch Fächer wie Darstellendes Spiel oder Textverarbeitung gehören.


Berufsorientierung

Diese systematische Berufsorientierung wird auch in der Realschule plus kontinuierlich und intensiviert weitergeführt und beginnt bereits mit dem Orientierungsangebot des Wahlpflichtfaches in der Klassenstufe 6.
Die konkrete Umsetzung hat bereits an der Diesterweg- Paternus-Schule begonnen:
So ist an den Realschulen plus die Einführung eines Berufswahlportfolios für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Auch der Praxistag.

An unserer Realschule plus steht eine Koordinatorin oder ein Koordinator für alle Maßnahmen der Berufsorientierung als Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner zur Verfügung. Derzeit ist es Frau Gnädig, Schulleiterin der Diesterweg-HS. Weitere Ansprechpartner sind unsere KÜM-Losten Frau Brendel und Herr Amend.