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Das schreibt die Presse über uns:
[30.03.2012] Name der Wormser Diesterweg-Realschule geändert ...
[27.03.2012] Kiste macht neugierig
[14.03.2012] Diesterwegschule nimmt am Projekt Action-Kidz teil
[10.03.2012] Bewegung in der Pause
[06.03.2012] Diesterweg: Abriss und Neubau?
[18.02.2012] Schüler der Diesterweg Realschule plus bauen Vogelhäuschen
[16.02.2012] Diesterweg-Paternus Realschule Plus
[16.02.2012] 63 Stationen zum Kennenlernen
[25.01.2012] Welcher Beruf passt zu mir?
[25.01.2012] Aktionstag: Siebt- und Achtklässler der Wormser Diesterweg ...
[22.12.2011] Kinder sollen Natur erfahren
[15.12.2011] An Wormser Diesterweg-Schule führt Benno Sahre ...
[02.12.2011] Grüne unterstützen Wormser Realschule plus ...
[30.11.2011] Diesterweg-Rektorin Simone Gnädig will den Standort ...
[29.11.2011] SPD will sogar zwei Schulstandorte in Worms streichen
[28.11.2011] Schülerzahlen: Wormser Karmeliter-Staudinger-Schule künftig ...
[26.11.2011] Schüler pflanzen Bäume auf historischer Streuobstwiese ...
[16.11.2011] Tipps und Tricks für die Wirtschaft
[24.09.2011] Mit Netz, Platte und 1000 Bällen
[14.09.2011] Sport statt Cola und Schoko-Riegel
[07.09.2011] Eine spannende Zeit für Aktien
[08.08.2011] Auftakt für RS Plus in Worms an der Diesterweg-Paternusschule
[30.11.2010] Eltern löchern Rektorin
Name der Wormser Diesterweg-Realschule geändert - keine zweite IGS
Von Roland Keth
Die Diesterweg-Paternus-Realschule plus wird künftig Pfrimmtal-Realschule plus heißen. Der Stadtrat stimmte der Namensänderung am Mittwoch einmütig zu. Schulleiterin Simone Gnädig saß auf der Zuschauertribüne, freute sich über den Beschluss und streckte den Ratsmitgliedern freudestrahlend das neue Schullogo entgegen. OB Michael Kissel betonte in diesem Zusammenhang, dass die Grundschule den Namen „Diesterweg“ weiterführen werde.
Gleich danach beschloss der Rat ebenfalls ohne Gegenstimme, die Zweiteilung der Karmeliter-Staudinger-Realschule plus aufzuheben und die Schule am Standort Karmeliter zusammenzuführen. Ursprünglich hätte diese Schule zur zweiten Wormser IGS werden sollen. Da sich die Stadt jedoch von diesen Plänen verabschiedet hat, habe die derzeit noch auf zwei Standorte verteilte Schule 40 Räume, benötigt würden aber nur 27, rechnete Schuldezernent Hans-Joachim Kosubek vor.
Neue Räume für Gymnasien?
Durch die Zusammenführung würden Kapazitäten frei, um den benachbarten Gymnasien Gauß und Rudi zu helfen. Dort leidet vor allem das Gauß an akuter Raumnot, beiden Schulen fehlen drei naturwissenschaftliche Räume, die existierenden müssen generalsaniert werden. Außerdem wurden die Klassenmesszahlen in der Orientierungsstufe gesenkt, Ausweichsäle in der berufsbildenden Karl-Hofmann-Schule stehen künftig nicht mehr zur Verfügung. Kurzum: Es bietet sich an, in der Staudingerschule frei werdende Räume den Gymnasien zuzuschlagen, erläuterte Kosubek.
„Wir können es uns nicht leisten, neue Räume zu bauen, wenn alte noch zu nutzen sind“, forderte CDU-Fraktionschef Dr. Klaus Karlin. Dem stimmte OB Michael Kissel vollauf zu – gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Stadt an vielen Stellen gewaltig in die Schullandschaft investieren müsse. Der Stadtchef betonte, dass die Generalsanierung der Naturwissenschaften in den BIZ-Gymnasien mit rund 30 Millionen Euro veranschlagt sei.
"Rolle rückwärts"
Hinzu kämen weitere Projekte wie die Sanierung der Nibelungenschule und der Paternussporthalle, der Neubau einer Elo-Sporthalle oder die Schaffung weiterer Kita-Plätze. „Von daher macht es auch keinen Sinn, ständig seinem Lieblingsthema nachzueifern“, kritisierte Kissel Aussagen Kurt Lauers. Der Grünen-Fraktionschef hatte den Zusammenführungsbeschluss für die Karmeliterschule nämlich als „Rolle rückwärts“ kritisiert.
Die Grünen hätten von Anfang an „dislozierte“ Schulen abgelehnt, das gelte nach wie vor auch für die ebenfalls zweigeteilte Diesterweg-Paternus-Realschule plus. SPD-Chef Jens Guth und Hans--Joachim Kosubek sprachen hingegen von einem Erfolg der vom Land angestoßenen Schulstrukturreform mit der geglückten Schaffung von vier neuen Realschulen plus und der Auflösung der alten Hauptschulen. Jetzt sei man dabei, auf veränderte Bedingungen zu reagieren, was völlig normal und angebracht sei, wie Kosubek betonte. Raimund Sürder (CDU) bedauerte es trotzdem, dass man die zweite IGS aufgegeben habe.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom 30.03.2012
Kiste macht neugierig
Von Martina Wirthwein
NIBELUNGEN Museum geht mit sagenhaften Utensilien in die Schulen
„Uns ist in alten mæren wunders vil geseit“ - so lauten die ersten Worte des Nibelungenlieds, das um 1200 herum entstand und auch im neuen Jahrtausend populär ist - Projekte, Filme, Nibelungenfestspiele und nicht zuletzt das Nibelungenmuseum halten es am Leben. Jetzt auch mit der „Nibelungenkiste“. Sie ist in Kooperation mit Studenten der Gutenbergschule Frankfurt entstanden und soll künftig Schülern einen individuellen und einprägsamen Einstieg zu Inhalten und Entstehungszeit der mittelalterlichen Heldensage bieten. Das „Museum en miniatur“ kommt direkt ins Klassenzimmer und offenbart so manche Überraschung.
Museumspädagogin Dr. Dorothee Ader stellte die Nibelungenkiste in der Diesterweg-Realschule Plus vor; die Wahl der Schule lag nahe, denn die Ganztagsschule unterhält seit 2009 eine Kooperation mit dem Museum. „Wir bemühen uns um alles, was mit dem Nibelungenmuseum zu tun hat“, sagt Schulleiterin Simone Gnädig. Sie ist von der Idee begeistert, dass hier die Schüler hautnah mit der Geschichte konfrontiert werden.
Vorsichtig öffnete Dorothee Ader den Deckel, während sich schon mal besonders neugierige Schüler der 5b darüber beugten. Die Krone und das Schwert fielen sofort auf. „Ob die echt sind?“, raunte einer seinem Klassenkollegen zu. Natürlich nicht. Aber beeindruckend sind die Requisiten schon.
Die Doppelstunde zur Nibelungensage gestaltete sich alles andere als trocken. Mitmachen war nämlich angesagt, und spätestens als die Kids die Artefakte aus der Kiste holen durften, war der Damm gebrochen, zumal Fetzen vom blutgetränkten Hemd des legendären Siegfrieds anbei lagen.
Celine schnappte sich sofort das rote Kleid, in dem man sich gut hätte Kriemhild vorstellen können. Ein bisschen umständlich war das Ankleiden schon, aber mit Hilfe der Freundinnen war diese Hürde schnell geschafft. Mit voluminösen Ring am Finger und Krone auf dem Kopf war die Königin fertig. „Soll ich jetzt Eure Hoheit zu dir sagen“?, fragte Klassenlehrer Klaus Mathis lachend, dessen Schwerpunkt auch Geschichte umfasst und der sofort zugesagt hatte, als ihm das Angebot für eine Projektwoche im Nibelungenmuseum offeriert wurde.
Kinder sollen in die Nibelungenrollen schlüpfen
Im Anschluss an die Requisitenschau arbeitete Dorothee Ader mit den Schülern die Charaktere heraus, präsentierte einen sechsminüten, kindgerechten Film über das Nibelungenlied und zückte im Anschluss ein Drehbuch, mit dem sie die Mädchen und Jungen einlud, selbst in die Rolle von Kriemhild und Co. zu schlüpfen.
Theaterkisten gibt es schon seit Jahrzehnten, denn „längst reicht es nicht, dass sich die Museen ihren Besuchern öffnen“, weiß Ulrike Standke, verantwortlich für „museum live“ im Nibelungenmuseum. Sie weiß, dass die Schwellenangst vor einem Museumsbesuch groß ist. Also gehen immer mehr Museen „nach draußen“ und kommen somit auch in die Schulen - mitsamt Kiste.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom 27.03.2012
Diesterwegschule nimmt am Projekt Action-Kidz teil
Von Fabian Held
Mit Theater, Trommeln, Plakaten und einem Reisgericht Kindern in Not helfen - das Projekt „Action Kidz“ setzt auf Kreativität gegen Armut, Hunger und Kinderarbeit. Die Diesterweg-Paternus Realschule plus hat mit ihrer zehnten Klasse ebenfalls bei dem von der Kindernothilfe des Diakonischen Werk initiierten Projekt teilgenommen.
Engagement im Rahmen des Fachs Arbeitslehre
Betreut wurde die Aktion von Lucienne Heldt, die im Rahmen eines Praktikums an der Schule tätig ist. Die Studentin der Sozialen Arbeit hatte sich die notwendigen Informationen und Materialien über die Kindernothilfe im Vorfeld besorgt. Im Rahmen des Faches „Arbeitslehre - Wirtschaft“ arbeitete sie mit den 18 Schüler der zehnten Klasse der Diesterweg-Paternus Realschule plus.
In den Schulstunden beschäftigte sich die Gruppe theoretisch mit der aktuellen Situation in Afrika, mit Fokus auf dem Südafrikanischen Land Sambia. Dabei wurden auch die vielen Probleme Sambias angesprochen, wie etwas Armut, Hunger und Kinderarbeit. Da auch die Kinderrechte Teil des Unterrichts waren, entschloss sich die Schulklasse selbst aktiv zu werden und Geld zu sammeln. Auch wenn sie die Gruppe angeleitet habe, hätten die Schüler „viel eigenes Engagement gezeigt“ findet Lucienne Heldt. „Das Wesen eines solchen Projekts sind natürlich die Schüler“, fügt sie hinzu.
Eine erste Gelegenheit, Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen und erste Euros zu sammeln, bot sich beim Tag der offenen Tür. Dort veranstaltete die Schülergruppe ein Afrika-Fest. Es wurde ein afrikanisches Reisessen angeboten, traditionelles Trommeln und ein zum Thema passendes Theaterstück aufgeführt. Für Letzteres blieben einige Schüler an mehreren Nachmittagen extra in der Schule, um zu proben. Auch das Trommeln war für die Schüler eine spaßige Angelegenheit. Sie konnten sich an traditionellen Instrumenten wie den Congas oder einer Djembe ausprobieren. „Es ist auch wichtig, den kulturellen Reichtum eines Landes kennenzulernen, ohne seine Probleme aus dem Auge zu verlieren“, findet Lucienne Heldt.
Vor wenigen Tagen zog die Schülergruppe dann durch die Wormser Innenstadt. Dort versuchten die Zehntklässler, Passanten auf die Thematik aufmerksam zu machen. Mit dabei hatten sie selbst gebastelte Plakate und natürlich auch ein paar Büchsen, um Spenden zu sammeln. Insgesamt können die Schüler nun 350 Euro an die Kindernothilfe überweisen, die das Geld in Sambia einsetzen möchte.
Doch nicht nur das Geld hätte beim Spendenmarsch im Vordergrund gestanden, erklärte Lucienne Heldt. Viel mehr sei es auch darum gegangen, ein Bewusstsein für die Probleme der Kinder in Afrika zu schaffen.
Ihre Schülergruppe sei am Anfang nicht geschlossen begeistert vom Projekt „Action Kidz“ gewesen, erinnerte sich die Studentin. Allerdings sei die anfängliche Skepsis schnell in Engagement umgeschwungen. Lucienne Heldt findet es sehr wichtig, dass sich Jugendliche auch mit sozialen Problemen auseinandersetzen.
Schulleiterin Simone Gnädig ist ähnlicher Meinung: „Es ist wichtig für Jugendliche Verantwortung für Kinder in Notlage zu übernehmen“. Auch die Klassenlehrerin, Susanne Bachorski, ist vom Erfolg der „Action Kidz“ überzeugt: „die Schüler haben gelernt, sich für ein Projekt einzusetzen und über ihren eigenen Schatten zu springen“
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Wormser Zeitung vom 14.3.2012
Bewegung in der Pause
Von Christian Mayer
SPORTJUGEND Ausbildung zum Schülerassistenten startet an der Diesterweg-Realschule plus
Sport statt Gewalt auf dem Schulhof - so lautet das Motto eines landesweiten Projekts der Sportjugend Rheinland-Pfalz. Schon seit mehr als 16 Jahren bildet die Sportjugend sogenannten Schülerassistenten aus, die für ihre Mitschüler in Pausen und Freistunden in Eigenregie Spiel-, Sport- und Freizeitangebote organisieren und damit helfen, der Gewalt auf den Schulhöfen vorzubeugen. Rund 100 Schüler nehmen in ganz Rheinland-Pfalz jährlich an dem Ausbildungsprogramm teil.
Eine neue Ausbildungsreihe startet nun mit fünf Schulen an der Diesterweg-Realschule plus in Worms. Schulleiterin Simone Gnädig hatte sich als ausrichtende Schule bei der Sportjugend beworben. Am Freitag war der Startschuss für eine dreiwöchige Ausbildungsreihe mit 30 Unterrichtseinheiten. An der Ausbildung werden 20 Schülerinnen und Schüler von der Diesterweg-Realschule Plus, der Paternusschule, vom Frauenlob-Gymnasium Mainz, von der Integrierten Gesamtschule Nieder-Olm und vom Gymnasium Maxdorf teilnehmen.
Jede Schule erhält von der Sportjugend eine große Spielekiste im Wert von 1500 Euro mit allerlei Sportgeräten. Thomas Biewald, Vorsitzender der Sportjugend Rheinland-Pfalz, freute sich, dass in diesem Jahr EWR als Sponsor mit im Boot sitzt: „Die Ausbildung der Schülerassistenten stand lange auf der Kippe; ohne EWR würden wir vermutlich nicht heute hier stehen und den Startschuss des Projekts machen.“
EWR-Vorstandsmitglied Günter Reichart betonte: „Ein friedliches Miteinander und soziales Engagement ist auch in Zukunft ein wesentlicher Faktor. Dass die Jugendlichen hier ihre Freizeit opfern, ist keine Selbstverständlichkeit.“
Sportdezernent Hans-Joachim Kosubek ist sicher: „Die künftigen Schülerassistenten werden gewaltig von der Ausbildung profitieren; wenn sie etwa später selbst einmal in einem Sportverein aktiv werden. Es ist also eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“
Viel „Action“ wird den Kindern und Jugendlichen in der Ausbildung zum Schülerassistenten geboten; im Vordergrund stehen spielerisch-sportliche Angebote und Hilfestellungen zur Organisation von Spielen und Turnieren. Inhalte wie die Einführung in das Inline-Skating, eine Schulung im Street Dance, ein Deeskalationstraining für Schüler und Lehrer und der Anti-Aggressions-Parcours sorgen für Abwechslung.
Ein Höhepunkt ist am kommenden Wochenende der Besuch von Wormatia-Trainer Ronny Borchers, der mit den Kindern und Jugendlichen über Sportidole diskutiert.
Wie effektiv die Ausbildung zum Schülerassistenten ist, belegen sogar Studien, weiß Pressesprecher Dominik Sonndag: „An den Schulen, an denen wir die Ausbildung durchgeführt haben, ist das Gewaltpotential teilweise um bis zu fünfzig Prozent gesunken! Die Unfallkasse hat uns außerdem bestätigt, dass sich auch die Unfallhäufigkeit stark reduziert hat“.
Am 24. März ist die Abschlussveranstaltung. Zu diesem Zeitpunkt wird es etwa 20 Schülerassistenten mehr in Rheinland-Pfalz geben - für weniger Gewalt auf Schulhöfen.
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Wormser Zeitung vom 10.3.2012
Diesterweg: Abriss und Neubau?
Von Johannes Götzen
Der Auftrag des Schulträgerausschusses, die Zusammenlegung der „dislozierten Schulstandorte“ zu prüfen, gilt natürlich auch für die Diesterweg/Paternus-Realschule plus. Auch sie ist räumlich aufgeteilt auf zwei Standorte: die bisherige Diesterweg-Hauptschule an der Nivergolt-straße und die bisherige Paternus-Hauptschule in Pfeddersheim. Doch während sich bei der Karmeliter-Realschule im Grunde alles zum Guten fügt, werde es hier komplizierter, sagt Schuldezernent Hans-Joachim Kosubek.
Das Problem sind die Auflagen der Schulbehörde ADD, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Die besagten nämlich, dass die Stadt den einmal gefassten Beschluss für die Schulstandorte nur dann ändern darf, wenn das für die eine Schule nicht mehr benötigte Gebäude unabwendbar für andere schulische Zwecke genutzt werden muss.
Bei der Staudingerschule, deren Standort nicht mehr für die Karmeliter/Staudinger-Realschule plus gebraucht wird, ist dies erfüllt: Das Gebäude wird in der Tat dringend fürs Gauß herbeigesehnt. Bei der bisherigen Parternus-Schule gilt dies jedoch nur zum Teil. Denn aus ihr soll ein Familienzentrum werden, mit der Ganztags-Grundschule zwar, aber eben auch Kindertagesstätte und anderem.
So zumindest hatte es die SPD-Ratsfraktion Ende letzten Jahres vorgeschlagen, was in Pfeddersheim Zustimmung fand.
Bei Schulleiterin Simone Gnädig rannten sie da ohnehin weit geöffnete Türen ein. Sie hatte immer dafür plädiert, die Schule an einem Standort zusammenzuführen, weil die Lehrer sonst ständig hin und her fahren müssen und eine pädagogisch sinnvolle Arbeit erschwert werde. Deshalb würde sie auch übergangsweise Container auf ihrem Schulgelände akzeptieren, hatte sie schon letztes Jahr gegenüber der WZ erklärt.
Das wäre dann auch notwendig. Denn die Diesterwegschule, ein Gebäude aus den 60er Jahren, ist auch in weiten Teilen sanierungsbedürftig. Immer vorausgesetzt, die ADD stimmt zu, dass die beiden Standorte hier zusammenschmelzen: Es müsse dann sogar geprüft werden, ob man nicht eine komplett neue Schule hier baut und die alte dann schlicht abreißt, sagt Schuldezernent Kosubek. Nicht nur könnte ein neues Gebäude dann passend zu den heutigen pädagogischen Bedürfnissen geplant und gebaut werden, unterm Strich könnte es am Ende sogar günstiger werden. Über Zahlen und Kosten allerdings redet der Dezernent bislang noch nicht, so weit sind die Planungen noch nicht - sie fangen nach dem Beschluss des Schulträgerausschusses jetzt erst richtig an. Und dann muss natürlich die Finanzierbarkeit geprüft werden, bremst er vorschnelle Hoffnungen.
Quelle:
Wormser Zeitung vom 06.3.2012
Schüler der Diesterweg/Paternus Realschule plus in Hochheim bauen Vogelhäuschen
Von Fabian Held
Aylin schraubt noch ein kleines Stück Holz an, dann ist ihr Bauwerk fertig. Das kleine Holzklötzchen ist rosa bemalt und soll zukünftige Bewohner anlocken. Auch ihre Mitschülerinnen haben die dreieckigen Kästen ordentlich verziert. Mal bunt, mal mit Herzen. Zusammen mit zehn weiteren Schülerinnen der Diesterweg/Paternus-Realschule Plus hat Aylin (10) an zwei Nachmittagen in der Schule gesägt, geschraubt, gebohrt und gebastelt. Entstanden sind dabei einfache, aber schöne Vogelhäuschen für Kohl- und Blaumeisen. Angeleitet wurde die Schülergruppe vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), einem Kooperationspartner der Schule.
An der Schule steht für alle Ganztagsschüler nach den Hausaufgaben eine AG auf dem Programm. Die elf Mädchen, die nun die Nistkästen bauen, hatten sich in diesem Halbjahr für die Outdoor-AG von Kirsten Zuber entschieden. Dass keine Jungs dabei sind, ist Zufall. Im Rahmen dieser AG führt der BUND über das Jahr verteilt immer wieder kleine Aktionen wie den Brutplatzhilfenbau durch. Sie sollen die Heranwachsenden mit Themen der Ökologie und der Tierwelt vertraut machen. Die Projekt-Arbeiten drehen sich um ein Grundstück in Pfiffligheim, welches von einem Bürger zur Verfügung gestellt wurde. Im November hatten die Jugendlichen dort mit dem BUND Obstbäume gepflanzt (die WZ berichtete). Ein paar der nun gebauten Vogelnester sollen an eben jene Bäume gehängt werden.
Lernen, wie man die Natur unterstützen kann
„Wir wollen den Jugendlichen bewusst machen, welchen Wert eine Streuobstwiese hat“, umreißt Andrea Prior, Vorsitzende des BUND, die Ziele des Projekts. Zusammen mit zwei Kollegen hatte sie die Gruppe angeleitet. Die Jugendlichen sollen lernen, wie man die Natur unterstützen kann, betont Prior. Die Mädels hätten sich beim Basteln der Vogelhäuschen gut angestellt.
Schulleiterin Simone Gnädig ist der Meinung, dass es für ihre Schüler wichtig sei zu wissen, „was hinter dem BUND steht“. Die Kinder lernten außerdem besonders schnell, „wenn sie etwas mit der Hand erarbeiten“, ist sie sich sicher. „Praktisches Erfahren der Natur erzeugt einen respektvollen Umgang mit ihr“, unterstreicht Simone Gnädig die Bedeutung der Kooperation der Schule mit dem BUND. Die Realschule Plus habe zudem einen besonderen Schwerpunkt auf MaNaTu (Mathematik, Natur und Technik) gesetzt. Somit passe die Zusammenarbeit gut ins Konzept.
Einen Teil der Brutplatzhilfen können die Erbauer mit nach Hause nehmen. Auf einem Infozettel hat der BUND alles zusammengefasst, was die Jugendlichen beachten müssen: von der richtigen Höhe bis hin zur korrekten Ausrichtung nach den Himmelsrichtung und zum jährlichen Säubern. Wenn das Häuschen erstmal in ihrem Garten hängt, hofft die zehnjährige Aylin auch auf den baldigen Einzug gefiederter Bewohner. Diese will sie dann auch beobachten: „Aber nur ab und zu. Die Vögel brauchen ja auch Privatsphäre.“
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Wormser Zeitung vom 18.2.2012
Diesterweg-Paternus Realschule Plus
Am vergangenen Samstag wurde an der Diesterweg-Paternus
Realschule Plus ein buntes Programm für Eltern mit ihren Sprösslingen
geboten. Die Schule hatte zum Tag der offenen Tür geladen. Überall auf
dem weitläufigen Schulgelände in der Nievergoltstraße 63 gab es einiges
rund um die Bildungseinrichtung mit ihren Schülern zu erfahren.
Zu sehen
war vieles, von einem Theaterstück über den Alltag in Afrika, die Faxen
eines Clowns,
Trommelvorführungen, Physik- sowie Chemie-Experimente und
vieles mehr. Bei vielen Station war auch Mitmachen angesagt. Die
Tischtennis AG präsentierte sich mit einer speziellen Trainingsmaschine.
Diese spuckte in regelmäßigen Abständen Bälle auf die Platte, die auf
kleine Flächen zurückgeschlagen werden mussten. Je nach Trefferzone gab
es unterschiedliche Punkte. Bälle die über oder neben den Tisch flogen
bedeuteten einen Punkt für den Computer. Natürlich weckte das den
Ehrgeiz der Jugendlichen, die unbedingt die Maschine schlagen wollten.
Bei sonnigem Wetter und in entspannter Atmosphäre schlenderten
zahlreiche Eltern, Kinder und Freunde der Schule von Gebäude zu Gebäude,
von Station zu Station. Das kulinarische Angebot war nicht minder
vielfältig. Afrikanischer Eintopf, Waffeln, Muffins, Obstsalat,
Zuckerwatte und Popcorn – die Auswahl war groß und für jeden war etwas
Leckeres dabei. Allein an der Kuchentheke gab es mehr als dreißig
verschiedene Kuchen.
Jede Klasse hatte ihre eigene Station, mit eigenem
Thema aufgebaut. Hier konnten sich die Eltern über viele Aspekte des
Schulalltages informieren. Auch die Schulsozialarbeit und verschiedene
Fachschaften präsentierten ihre Arbeit.
„Wir sind sehr zufrieden mit dem
Verlauf des Tages der offenen Tür an unserer Schule“, resümierte
Schulleiterin Simone Gnädig. „Mit so viel Andrang und mit so einer
positiven Resonanz hätten wir nicht gerechnet“, fügte sie hinzu. Eltern
hatten auch die erste Chance ihre Kinder für die fünfte Klasse im
kommenden Schuljahr anzumelden. Zahlreiche Erziehungsberechtigte nahmen
die Möglichkeit wahr. „Wir freuen uns auch in den kommenden Wochen auf
weitere Anmeldungen“, unterstrich die Schulleiterin Simone Gnädig.
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Paternusbote vom 16.2.2012
63 Stationen zum Kennenlernen
DIESTERWEGSCHULE Kinder und Eltern informieren sich beim Tag
der offenen Tür
(red) Viel zu sehen und einiges zum Mitmachen gab es beim Tag
der offenen Tür der Diesterweg-Paternus-Realschule Plus. Überall auf dem
weitläufigen Schulgelände in der Nievergoltstraße 63 waren Stationen
aufgebaut, an denen Schulklassen Eltern und Nachwuchs Einblicke in
Aspekte des Schullebens gaben. Auch die Schulsozialarbeit und
verschiedene Fachschaften präsentierten ihre Arbeit.
Bewundert werden konnten zudem ein Theaterstück über den Alltag in
Afrika, die Faxen eines Clowns, Trommelvorführungen, Physik- sowie
Chemie-Experimente und vieles mehr. Die Tischtennis AG präsentierte sich
zudem mit einer Trainingsmaschine. Diese spuckte in regelmäßigen
Abständen Bälle auf die Platte, die auf kleine Flächen zurückgeschlagen
werden mussten.
So vielfältig wie das Informationsangebot war auch die kulinarische
Auswahl: afrikanischer Eintopf, Waffeln, Muffins, Obstsalat, Zuckerwatte
und Popcorn. An der Kuchentheke gab es zudem mehr als dreißig
verschiedene Kuchen.
Zahlreiche Eltern nutzten gleich die Gelegenheit, ihre Kinder für die
fünfte Klasse im kommenden Schuljahr anzumelden.
Sehr zufrieden zeigte sich entsprechend auch Schulleiterin Simone Gnädig
mit dem Verlauf des Tages der offenen Tür: „Mit so viel Andrang und mit
so einer positiven Resonanz hatten wir nicht gerechnet.“
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Wormser Zeitung vom 16.02.2012
Welcher Beruf passt zu mir?
Interessante Einblicke in die Arbeitswelt beim Berufeparcours
bei der Diesterweg-Realschule Plus / Unterstützer für nächstes Jahr
gesucht
VON JUDITH OBERLE
Was ist meine Stärke? Was macht mir Spaß? Und in welchem Beruf möchte
ich später arbeiten? Antworten auf alle diese Fragen, können sich die
7., 8. und Arbeitsweltklassen der Diesterweg-Realschule Plus nun selbst
geben. 150 Jungen und 80 Mädchen nahmen am 1. Berufeparcours, einem
eintägigen Erkundungsparcours durch verschiedene Berufe und Berufsfelder
teil.
Dieser Parcours sollte in erster Linie den Jugendlichen die Möglichkeit
geben, die eigenen Stärken kennen zu lernen und zu probieren, welche
beruflichen Tätigkeiten, ob im Schreinerbetrieb, medizinischen
Einrichtungen, im Chemie-Bereich oder vielen weiteren Berufsfeldern,
einem besonders liegen.
Bemüht, konzentriert und interessiert gingen die Jungen wie auch Mädchen
in getrennten Gruppen ans Werk und lösten die Aufgaben selbstständig,
lediglich angeleitet durch ihre Lehrer. Im Anschluss füllten sie ein
Feedback-Formular aus, in dem sie die Berufe bewerteten und ihre
Favoriten herausfanden.
"Das Projekt wurde unterstützt von der Metropolregion Rhein-Neckar, die
die Kosten im Wert von 2.500 Euro übernahmen, um das Paket der
Jugendhilfeeinrichtung "Jugendagentur Heidelberg" an der Schule möglich
machen zu können", so Schulleiterin Simone Gnädig. "Wir möchten unseren
Schülern den Übergang von Schule zu Beruf erleichtern, indem wir ihnen
einen kleinen Einblick in die Arbeitswelt geben, die bleibende Eindrücke
hinterlassen". Auch im nächsten Jahr möchte die Schulleiterin dieses
erfolgreiche Projekt fortführen und hofft noch auf interessierte Firmen
der Umgebung, die sich mit einklinken in den Berufeparcour.
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Nibelungen-Kurier vom 25.01.2012
Aktionstag: Siebt- und Achtklässler der
Wormser Diesterweg-/Paternus-Realschule plus absolvieren Berufsparcours
25.01.2012 - HOCHHEIM
Von Karl M. Wirthwein
Was will ich mal werden? Diese Frage stellt sich den Schülern spätestens
ab der siebten Klasse. Um sie zu beantworten, muss man allerdings
verschiedene Berufsfelder und seine Möglichkeiten kennen. Die Siebt- und
Achtklässler der Diesterweg-Paternus-Realschule plus haben deshalb
gemeinsam und erstmalig mit der Jugendagentur Heidelberg einen
„Berufeparcour“ gestartet, um Einblicke in die Arbeitswelt zu bekommen.
„Es gibt jede Menge Berufe, und da den Passenden zu finden, ist schon
eine Aufgabe“, erklärte Schulleiterin Simone Gnädig. Umso notwendiger
ist es, sich frühzeitig mit der Wahl zu beschäftigen. 26 Stationen
erwarteten die Schüler, an denen sie Aufgaben zu bestimmten
Berufsfeldern lösen mussten.
Was macht ein Handwerker, was ein Bankkaufmann oder eine medizinische
Fachkraft? Ausgestattet mit einem Laufzettel, informierten sich die 230
Schüler über Berufsfelder wie Produktionsfachkraft für Chemie, Fachkraft
für Systemgastronomie, Schilder- und Reklamehersteller, Baustoffprüfer,
Zerspannungsmechaniker, oder Heilerziehungspfleger. Vertreten waren auch
„bekanntere“ Berufe wie Sanitäter, Koch oder Holzmechaniker.
„Mädchen und Jungen werden beim Berufsparcour getrennt
gehalten“, erklärte Friederike Erbe von der Jugendagentur - schließlich
sollen Mädchen auch mal in Männerberufe hereinschnuppern können und
umgekehrt. Die Erfahrung zeige, dass sich Mädchen so vermehrt an
technisch orientierte Stationen trauten beziehungsweise Jungen sich
nicht von Stationen fernhielten, die eher frauentypischen Berufen
zugeschrieben werden.
Die 13-jährige Celine setzte an der Werkbank und träufelte mit dem
Lötkolben ihre Initialen in ein Holzstück. Zwar machte diese Arbeit
Spaß, doch ob ein Handwerk so wirklich ihr Ding ist, wusste sie noch
nicht.
Formulare ausfüllen, Holznägel einschlagen
Julia ist ebenfalls 13 Jahre alt. Sie probierte sich an der
Zimmermann-Station. Die Aufgabe: „Balanciere über den Balken und schlage
am Ende einen Nagel hinein.“ Gar nicht so einfach, auf einem „Dach“ zu
laufen, auch wenn’s kein echtes war. Ihr Traumberuf wird das nicht. Viel
lieber schaute sie doch mal in den kaufmännischen Bereich hinein. Dort
wurde unter anderem gezeigt, wie Überweisungsträger und andere Formulare
ausgefüllt werden.
Einige Übungen waren teilweise in wenigen Sekunden zu lösen; an anderen
Stationen hielten sich die Schüler mitunter bis zu 15 Minuten auf, ehe
alle Aufgaben bewältigt waren. Für manche Schüler könnten die
Erfahrungen eine Hilfestellung bei der Wahl eines Praktikums- oder
Ausbildungsplatzes sein. Dabei unterstützte die Metropolregion
Rhein-Neckar das Projekt mit 2 500 Euro.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom
25.01.2012
Kinder sollen Natur erfahren
22.12.2011 - WORMS
Von Sandra Dörr
BUND Die Kreisgruppe Worms der Umweltschützer plant Gruppe für Sechs- bis Zehnjährige
Umwelt und Naturschutz - seit 1992 stehen sie bei der BUND-Kreisgruppe Worms im Mittelpunkt. Zunächst als Ortsgruppe im Kreis Alzey-Worms, dann eigenständig, zählt der Verein heute rund 180 Mitglieder. 15 bis 20 Umweltfreunde sind bei den Veranstaltungen und Aktionstagen aktiv dabei, kümmern sich seit 1992 um die Bachpatenschaft am Eisbach, mähen den Abenheimer Hang und pflegen die Streuobstwiese in Pfiffligheim. Für 2012 steht ein weiterer Schwerpunkt bereits fest: Wir wollen eine Kindergruppe gründen“, sagt Andrea Prior, seit 2008 Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe. Denn: „Naturerleben ist Voraussetzung für eine Wertschätzung der biologischen Vielfalt und das spätere Engagement für Natur und Umwelt.“ Für die neue Kindergruppe ist ein Programm geplant, das Teilnehmern von sechs bis zehn Jahren eine „unmittelbare und spielerische Naturerfahrung“ ermöglicht.
So lädt der BUND beispielsweise jetzt schon regelmäßig Kinder zum „Abenteuer Pfrimm“ ein, in dem sie den Lebensraum Fließgewässer erkunden können. Zudem baut sie mit ihnen im Handwerkerdorf der Magnusgemeinde im Erlebnisgarten Insektenhotels und lädt zum Apfelfest ein.
Jüngstes Projekt ist eine Kooperation mit der Diesterweg-Paternus-Realschule Plus: Ende November pflanzte der BUND zusammen mit der Umwelt-AG der Schule fünf Hochstamm-Obstbäume - angeregt vom Ortsvorsteher Theodor Cronewitz und finanziert von der Stadt - auf einem Grundstück in Pfiffligheim. „Ziel sind der Erhalt der historischen Obstwiesen entlang der Pfrimm und die Sensibilisierung der Schüler für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Umwelt“, so Prior.
Neben seiner Aufklärungsarbeit in Sachen Naturschutz arbeitet der BUND auch im städtischen Fachbeirat für Landschaftspflege mit, setzt sich für Müllvermeidung, ordnungsgemäßen Holzschnitt und umweltpolitische Themen wie Energie, Landwirtschaft und Gentechnik ein. Dazu organisiert die Kreisgruppe beispielsweise Firmenbesichtigungen - etwa bei Juwi in Wörrstadt - und gestaltet Ausstellungen wie jüngst unter dem Titel „Biologische Vielfalt - Vielfalt des Lebens“ im Ämterhaus.
2008 erwarb die BUND-Kreisgruppe mit Unterstützung der Stiftung Natur und Umwelt ein als Freizeitgarten genutztes Grundstück in Abenheim, wo sie mehrere kleine Tümpel angelegt sowie einen bestehenden Teich naturnah umgestaltet hat. Der Gehölzbestand entwickelt sich seitdem als Sumpfwald. „Gerne laden interessierte Schulklassen zu uns ein, um in Abstimmung den Kindern die Bedeutung und Schutzwürdigkeit von Amphibien näher zu bringen“, erklärt Vorsitzende Prior. Vielleicht kommt ja der ein oder andere Besuch dann auch in die geplante Kindergruppe.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom
22.12.2011
An Wormser Diesterweg-Schule führt Benno Sahre Jugendliche in die N-Bahn-Welt ein
15.12.2011 - HOCHHEIM
Von Fabian Held
Sven lötet gerade einen Kabelbaum fertig. Wenn das geschafft ist, wird
das Konstrukt mit Heißkleber in der Holzkiste angebracht, die er und
sein Team bereits vergangene Woche fertiggestellt haben. So sollen
später die Weichen gesteuert, die Lokomotiven mit Strom versorgt und die
Häuser erleuchtet werden. Natürlich keine in realer Größe, sondern im
Verhältnis 1:160. „Es macht richtig Spaß“, findet der Schüler. Mit
seiner Gruppe baut er zusammen ein Modul für die Landschaft der
N-Bahn-Freunde Worms - und das im Schulunterricht.
„Als Schule brauchen wir solche Unterstützer“
Der leidenschaftliche Modellbauer und Mitglied des Vereins, Benno Sahre,
leitet das ungewöhnliche Projekt an der Diesterwegschule. Sein Honorar
spendet er an die Schule, damit diese die teilweise teuren Materialien
anschaffen kann. Seine Faszination und seine Leidenschaft für sein Hobby
wollte Benno Sahre weitergeben. „Jeder eingetragene Verein hat eine
Zielsetzung. Unsere Zielsetzung ist es, Kindern und Jugendlichen zu
zeigen, was man mit einer N-Bahn alles machen kann“, erklärt der
begeisterte Modellbauer. Er hatte die Idee, das Modellbauen in die
Schule zu tragen - als AG für alle interessierten Schüler.
Zunächst hatte er die drei Wormser Gymnasien per E-Mail angeschrieben,
ohne eine Antwort zu bekommen. Er ließ nicht locker und versuchte es
anschließend auf postalischem Wege - diesmal antwortete das Elo, hatte
jedoch kein Interesse. „Anschließen wollte ich einige Flyer an der
Diesterweg-Schule verteilen, um auf unseren Fahrtag im Oktober
hinzuweisen“, erinnert sich Benno Sahre. Zufällig lief er dabei der
Schulleiterin Simone Gnädig über den Weg. Er erzählte ihr spontan von
seiner Idee, eine Modellbau-AG anzubieten. Die Rektorin war „sofort
Feuer und Flamme“, erzählt sie heute. Mehr noch: Sie kann sich
vorstellen, das Modellbauen in den Arbeitslehre-Unterricht der neunten
Klasse, der bald „Technik und Natur“ heißen wird, zu integrieren.
„Praktischer Unterricht mit einer klaren Zielsetzung motiviert unsere
Schüler in besonderem Maße“, weiß Simone Gnädig. „Ich finde es
großartig, mit welchem Engagement Benno Sahre das Projekt verfolgt und
wie er die Kinder begeistert. Als Schule brauchen wir solche
Unterstützer“.
Alle interessierten Schüler der neunten Klasse hatten im November dann
die Chance, beim N-Bahn-Projekt mitzumachen. Sahre stellt klare Regeln
auf, die die Schüler befolgen müssen. Die zwölf Schüler, die mitmachen,
werden in zwei Gruppen aufgeteilt, welche dann jeweils einen
„Teamleader“ bestimmten. „Wir wollen das Projekt so aufziehen, wie es
später im Beruf sein wird“, erklärt Benno Sahre. Über die Situation in
der freien Wirtschaft weiß der ehemalige Leiter einer EDV-Abteilung
bestens bescheid.
Eine Teamübung zu Beginn der Lehrreihe schweißt die zwei Sechsergruppen
zusammen. Nun geht es ans Eingemachte. Jedes Team bekommt einen Plan für
ein N-Bahn-Modul, dass es möglichst selbstständig umsetzen soll. Die
Arbeit der Gruppen fließt dann mit in die Note der Schüler ein.
Es sei verblüffend zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln, schwärmt
der Modellbauer. Während er spricht, geht er von Tisch zu Tisch. Er
erklärt, verbessert und lobt. Am Anfang etwa hätten die Schüler nicht
löten können. Jetzt klappe das schon deutlich besser, findet Sahre. Der
Modellbau fordert vielseitige Fähigkeiten, ist er sich sicher. Etwa der
Umgang mit verschiedenen Werkstoffen, dem Computer, sowie verschiedene
Tätigkeiten in den Bereichen Elektrik und Elektronik.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom
15.12.2011
Grüne unterstützen Wormser Realschule plus an gemeinsamen Standort
02.12.2011 05:00 Uhr - WORMS
Von Roland Keth
Die Grünen unterstützen Vorschläge, die Karmeliter-Staudinger- und die Diesterweg-Paternus-Realschule plus jeweils an einem Standort zu betreiben. „Bereits bei der Neuausrichtung der Wormser Schullandschaft, die im Zuge der Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen notwendig war, haben wir stets betont, dass der Schulbetrieb an zwei Standorten nicht sinnvoll ist“, fühlt sich Anette Grimm, stellvertretende Fraktionssprecherin, in ihrer Einschätzung bestätigt.
Die Nutzung der Paternusschule in Pfeddersheim als eine Art Familienzentrum durch die Integration eines Kindergartens mit Krippenplätzen stößt bei den Grünen ebenfalls auf Zustimmung. Sie sprechen sich auch für den Erhalt der Grundschule aus.
Entscheidung über zweite IGS nicht zu früh treffen
Von Anfang an habe man auch den Ausbau der Diesterwegschule unterstützt. Dort könnten sich die Grünen auch weiterhin eine zweite Integrierte Gesamtschule vorstellen. „Wir sollten nun einmal abwarten, wie sich die Anmeldezahlen an den Schulen entwickeln. Dann können wir immer noch entscheiden, ob eine zweite IGS in Worms nötig ist“, ergänzt Grimm. Eine Absage jetzt sei zu früh. Der von der SPD vorgeschlagene Ausbau der Diesterwegschule gehe in die richtige Richtung. Durch die bestehende Infrastruktur der Schule und die gute Anbindungsmöglichkeit an den Busverkehr gilt die Diesterwegschule bei den Grünen als bester Standort für eine zweite IGS.
VHS-Kurse bald in Staudingerschule?
Eine Absage erteilt Grimm hingegen Vorstellungen, in den Räumen der Staudingerschule naturwissenschaftliche Fachsäle für die Gymnasien und die Berufsbildenden Schulen des Bildungszentrums einzurichten. „Wir können doch nicht die Situation an der einen Stelle entspannen und gleichzeitig an anderer Stelle den gleichen Fehler wiederholen.“ Grimm erinnert daran, dass auch die Volkshochschule dringend mehr Platz brauche und mit den Räumen der Staudinger Schule eine innenstadtnahe Lösung gefunden wäre. Grimm: „Eine perfekte Lösung für deren Wünsche werden wir nicht finden können, aber im Vergleich zu den Alternativen scheint dieser Standort für die Ausdehnung der Volkshochschule gut vertretbar zu sein.“
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom
02.12.2011
Diesterweg-Rektorin Simone Gnädig will den
Standort Paternusschule in Pfeddersheim aufgeben
30.11.2011 - PFIFFLIGHEIM
Von Roland Keth
Simone Gnädig, Schulleiterin der Diesterweg-Paternus-Realschule plus,
hat schon immer dafür gekämpft, dass ihre Schule nicht auf zwei
Standorte aufgeteilt wird. „Von daher bin ich sehr froh darüber, dass
jetzt wieder darüber nachgedacht wird, Pfeddersheim aufzugeben und
unsere Schule am Standort Diesterweg zusammenzuführen“, unterstützt sie
den jüngsten Vorschlag der SPD (wir berichteten). Schuldezernent
Hans-Joachim Kosubek favorisiert aktuell zwar nur die Zusammenlegung von
Karmeliter- und Staudingerschule unter dem Karmeliter-Dach in der
Goethestraße, schloss eine ähnliche Lösung für Simone Gnädigs Schule in
näherer Zukunft allerdings nicht aus.
Im Augenblick sind eine sechste, eine siebte und zwei achte Klassen in
Pfeddersheim untergebracht, langfristig geplant war, die
Orientierungsstufe, also fünfte und sechste Klassen, dort zu
unterrichten. „Das heißt für mich und meine Kollegen, dass wir ständig
hin und herfahren müssen. Ganz schlimm wird es, wenn Lehrer krank
werden“, schildert Simone Gnädig die Umstände, die es sehr schwer
machen, pädagogisch sinnvoll zu arbeiten. Die Schulleiterin kennt
natürlich die finanziellen Nöte der Stadt und ist deshalb bereit,
Kompromisse zu schließen. „Ich würde deshalb für eine Übergangszeit eine
Containerlösung akzeptieren.“ Langfristig müssten allerdings etliche
Klassen- und Fachsäle gebaut werden, wenn die Dependance
„Paternusschule“ wegfiele.
Der Pfeddersheimer Ortsvorsteher Alfred Haag (SPD) unterstützt Gnädigs
Haltung. „Klar hätten wir die Realschule plus gerne komplett in
Pfeddersheim gehabt. Da das aber nicht geht, bin ich dafür, diese Schule
am Standort Diesterweg zu vereinen. Ich war nie ein Verfechter für eine
Schule an zwei Standorten.“ In der Paternusschule sollte dann ein
Familienzentrum mit Ganztags-Grundschule und Kita entstehen.
Michaela Langner, Fraktionschefin der CDU-Ortsbeiratsfraktion, äußert
zwar Verständnis für die Wünsche der Lehrer. Aber teure Neubauten könne
die Stadt nicht finanzieren. „Außerdem braucht der zweitgrößte Stadtteil
einen Realschul-plus-Standort.“ Dass Fünft- und Sechstklässler in die
Paternusschule gehen, hält sie für vernünftig. „Für die Kinder ist das
auch kein Problem.“
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom
30.11.2011
SPD will sogar zwei Schulstandorte in Worms
streichen
29.11.2011 - WORMS
Von Roland Keth
„In der Sache“ unterstützt die SPD den Vorschlag von Schuldezernent
Hans-Joachim Kosubek (CDU) zu prüfen, ob man die auf zwei Standorte am
Bahnhof und in Neuhausen verteilte „Karmeliter-Staudinger-Realschule
plus“ unter dem Karmeliter-Dach in der Goethestraße zusammenführen kann.
„Es wäre allerdings wünschenswert gewesen, wenn Kosubek vorab Kollegium
und Eltern über diese Pläne informiert hätte“, kritisiert SPD-Chef Jens
Guth das Vorpreschen des Beigeordneten in der WZ.
Die Sozialdemokraten gehen in ihrem Konzept allerdings noch einen
Schritt weiter. Sie möchten auch die ebenfalls gesplittete
„Diesterweg-Paternus-Realschule plus“ rasch zusammenführen, in diesem
Fall am Standort Diesterweg, was Kosubek aktuell allerdings ablehnt. „Es
wird den Hochheimer, Pfiffligheimer und Leiselheimer Eltern nur schwer
vermittelbar sein, dass ihre Kinder ab 2013 zur fünften Klasse in die
Paternusschule eingeschult werden, obwohl zwei Jahre lang, nämlich 2011
und 2012, in die Diesterwegschule eingeschult wurde“, begründet Guth
diese Überlegung, die im Zusammenhang mit der Suche nach
Einsparmöglichkeiten im Rahmen des kommunalen Entschuldungsfonds zu
sehen sei. Für die dann freiwerdenden Räume in Pfeddersheim gebe es
bereits weitergehende Überlegungen. Man könne einen oder vielleicht
sogar zwei sanierungsbedürfte Pfeddersheimer Kindergärten in der
Paternusschule unterbringen, darüber hinaus vielleicht noch
Krippenplätze anbieten und das Ganze zu einem Kinder- und
Familienzentrum ausbauen. „Die Umsiedlung hätte den Vorteil, dass der
oder die Kindergärten nicht saniert werden müssten“, argumentiert der
Parteichef. Bei einer Verlagerung könne man außerdem das Kita-Grundstück
verkaufen und einen guten Erlös erzielen. „Dieser Vorschlag wurde
bereits im Ortsbeirat zustimmend diskutiert“, ergänzt Guth.
Für den zusätzlichen Raumbedarf an der Diesterwegschule könne man
„übergangsweise“ mit Schulcontainern arbeiten. Guth erwartet, dass die
Landesregierung für notwendige bauliche Erweiterungsmaßnahmen an der
Diesterwegschule einen Zuschuss zahlen wird, „da freiwerdende Schulräume
in der Paternusschule weiterhin als Bildungseinrichtung genutzt werden“.
Eine Einschätzung, der Kosubek allerdings sehr skeptisch gegenübersteht.
Für die Zusammenlegung von Karmeliter- und Staudingerschule wiederum
spreche, so Guth, dass die beiden Schulen nicht, wie ursprünglich
geplant, irgendwann zur zweiten IGS verschmelzen. Da das Raumprogramm
für eine Realschule plus erheblich kleiner ausfalle, könne man jetzt
prüfen, ob man das Staudinger-Standbein in Neuhausen nicht ganz aufgeben
könne, argumentiert die SPD genau wie Kosubek. Die Sozialdemokraten
können sich ebenfalls eine Nutzung freiwerdender Staudingerräume und
Fachsäle durch die im benachbarten Bildungszentrum angesiedelten
Gymnasien und berufsbildenden Schulen vorstellen.
Die beiden Schulleiter, Lothar Hartmann (Karmeliter-Staudinger) und
Simone Gnädig (Diesterweg-Paternus), waren von Anfang an gegen
zweigeteilte Standorte. „Das ist pädagogisch und organisatorisch einfach
nicht sinnvoll“, freut sich Hartmann ähnlich wie seine Kollegin nun
natürlich über den überraschenden Schwenk in Politik und
Schulverwaltung.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom
29.11.2011
Schülerzahlen:
Wormser Karmeliter-Staudinger-Schule künftig nur an einem Standort
28.11.2011 - WORMS
Von Roland Keth
Karmeliter-Realschule und Staudinger-Hauptschule wurden gerade erst zu
Schuljahresbeginn zur „Karmeliter-Staudinger-Realschule plus“
zwangsverheiratet. Die Schulstandorte in der Innenstadt und in Neuhausen
blieben jedoch erhalten. Jetzt, kaum ein Vierteljahr später, will die
Stadt schon wieder prüfen, ob sie das Standbein Staudinger streicht und
die neue Schule komplett in die Goethestraße verlagert.
Weitergehender Bedarf nicht mehr zu erkennen
Grund für diesen Schwenk seien die aktuellen Schülerzahlen. „Wir haben
die Karmeliter-Staudinger-Realschule plus vor allem deshalb an den
beiden Standorten gebildet, um sie später zur zweiten Wormser IGS machen
zu können. Die Anmeldungen in der Nelly-Sachs-IGS in Horchheim lassen
einen weitergehenden Bedarf allerdings nicht mehr erkennen“,
begründete Schuldezernent
Hans-Joachim Kosubek die Kehrtwende, die von OB Michael Kissel
mitgetragen werde.
Im Klartext: Es wird auf absehbare Zeit keine zweite IGS geben. Und da
auch die aktuellen Schülerzahlen in der neuen Realschule plus nicht
überwältigend waren, kann sich Kosubek vorstellen, die komplette Schule
künftig im Karmeliter-Schulhaus unterbringen zu können. „Ob und wie das
funktionieren könnte, das wird jetzt von unseren Baufachleuten
untersucht.“
Grundschule soll erhalten bleiben
Die Staudinger-Grundschule soll auf jeden Fall in Neuhausen bleiben,
versichert der Beigeordnete. Freiwerdende Räume im ehemaligen
Staudinger-Hauptschulhaus könnten möglicherweise von Gauß- und
Rudi-Stephan-Gymnasium und/oder den berufsbildenden Schulen vom
Bildungszentrum genutzt werden. Denn diese Schulen platzen aus allen
Nähten, außerdem könne man so vielleicht einen kostspieligen
30-Millionen-Neubau im Bereich Naturwissenschaften der beiden Gymnasien
vermeiden, so Kosubek.
Und wie ist es mit der ebenfalls zweigeteilten Realschule plus
„Diesterweg-Paternus“?
„Da werden wir vorerst nichts ändern“, betont der Dezernent.
Langfristig betrachtet könne die Zusammenführung am Standort Diesterweg
allerdings auch hier eine „sinnvolle Option“ sein. Die beiden anderen
Realschulen plus – Nibelungen und Westend – bleiben ebenfalls
unangetastet.
ADD hat das letzte Wort
Neben der baulich-räumlichen Prüfung sei ebenfalls entscheidend, was die
Schüleranmeldungen für das Schuljahr 2012/13 bringen. Wenn die für die
Karmeliter-Staudinger-Realschule plus wider Erwarten extrem ansteigen
würden, „dann wären alle Überlegungen über die Zusammenlegung gleich
wieder hinfällig“, so Kosubek.
Dass sich die Schulen Karmeliter und Staudinger in der Vergangenheit
herzlich unsympathisch waren und es in den letzten Wochen vernehmbar
knirschte bei der „von oben“ angeordneten Zusammenlegung, mochte Kosubek
nicht kommentieren. „Denn wir sind nur der Schulträger und dafür nicht
zuständig.“ Aber wenn sich dieses Problem auf diese Weise miterledigen
lasse, dann sei dies natürlich im Sinne der Stadt, ergänzte er.
„Letztlich müssen wir alles sowieso mit der Schulbehörde ADD abstimmen
und genehmigen lassen.“ Frühester Zeitpunkt für die angedachte
Zusammenlegung sei das Schuljahr 2013/14.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom
28.11.2011
Schüler
pflanzen Bäume auf historischer Streuobstwiese in Pfiffligheim
26.11.2011 - PFIFFLIGHEIM
Von Karl M. Wirthwein
Schüler der Diesterweg-Paternus Realschule Plus haben Bäume auf der
Streuobstwiese der Familie Gatzen in Pfiffligheim gepflanzt. Was vielen
Erwachsenen auf den ersten Blick unspektakulär erscheint, war für die
Schüler allerdings ein eindrückliches Erlebnis. Wie viele Menschen
können schließlich von sich behaupten, einen Baum gepflanzt zu haben?
Voller Eifer wurde also angepackt und zu Spaten und Gießkanne gegriffen,
um die jungen Hölzer in den Boden zu bringen.
Die Schüler gehören den sogenannten „Outdoor AGs“ an, deren Ziel es ist,
die jungen Menschen an die Natur heran zu führen. Getreu dem Motto „Wer
einmal einen Baum gepflanzt hat, reißt ihn nicht wieder um“, versucht
das Projekt naturnahes Experimentieren und Erkunden zu vermitteln und
den Schülern den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur näher zu
bringen, beschreibt Konrektor Michael Hoffmann das Projekt. Der erste
Schritt dieser Aktion umfasste das Pflanzen von fünf Apfel- und
Birnenbäumen.
Auf Anregung der Pfiffligheimer Ortsverwaltung haben
sich mehrere Partner zusammengefunden, um auf besagtem Areal mit der
Neupflanzung alter Baumsorten einen wichtigen Beitrag zu Pflege und
Erhalt dieses für ganz Worms einmaligen Kleinods zu leisten. Der BUND
und die schulische Arbeitsgemeinschaft sind die Kooperationspartner.
„Die Stadt fördert das Vorhaben durch Finanzierung der Bäume“, erklärt
Ortsvorsteher Theodor Cronewitz. Eigentümer des Grundstückes ist Theo
Gatzen; er hat die Wiese für diesen Zweck langfristig zur Verfügung
gestellt.
Die Gewächse, die sie jetzt auch gepflanzt haben, sind den heimischen
Boden gewöhnt und resistent gegen so mancherlei Baumkrankheiten, lernen
die Kinder. Auf die ersten Früchte müssen sie jedoch noch eine Weile
warten. „Erst in vier Jahren werden die Äpfel und Birnen heranwachsen“,
erklärte Andrea Prior, Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Worms. Dafür
stehen aber genug ältere Bäume auf dem Gelände, die bereits regelmäßig
Früchte tragen. Zudem wird einmal jährlich gekeltert, wodurch die Kids
lernen, welche Arbeit in einer Flasche Apfelsaft steckt.
Die historische Streuobstwiese ist das einzige noch verbliebene Gebiet
seiner Art im Wormser Raum. Früher gehörten solche Wiesen zu jedem
Ortsbild der Dörfer. Die Geschichte der Streuobstwiese kann bis ins 15.
Jahrhundert zurückverfolgt werden.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom
26.11.2011
Tipps und
Tricks für die Wirtschaft
16.11.2011 - HOCHHEIM
DIESTERWEG-SCHULE Banker trainiert Jugendliche im Unterricht
(red). Was ist der Wirtschaftskreislauf? Wie vermeide ich Schulden? Wie
finde ich einen Beruf, der zu mir passt? Jugendliche haben viele Fragen
zu Geld und Wirtschaft. Schülern der Diesterweg-Realschule steht derzeit
Björn Fuge, Kundenbetreuer bei der Targobank, im Rahmen des Trainings
„Fit für die Wirtschaft“ Rede und Antwort. Dabei handelt es sich um ein
Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Junior gGmbH. Für
mehrere Unterrichtsstunden übernimmt Fuge als ehrenamtlicher
Wirtschaftstrainer den Unterricht. „Mir ist es wichtig, dass die Jugendlichen jetzt und
später selbstbestimmt Entscheidungen treffen können - weil sie gut
informiert sind“, so Fuge. Unterstützt von Materialien ist das modulare
Konzept an die Wünsche der Jugendlichen und die Erfordernisse dieser
Schulform angepasst.
Die Diesterweg-Schule hat bereits elfmal an dem Projekt teilgenommen.
Bei der letzten Umfrage im Frühjahr 2011 bestätigten die Schüler, dass
sie zufrieden mit dem Unterricht durch den Externen sind: Acht von zehn
sind der Meinung, dass die Tipps und Tricks ihnen im späteren Leben
helfen werden und dass das Training eine wertvolle Ergänzung des
Unterrichts war.
Das Projekt gibt es seit 2003. Bundesweit haben bislang 42 000
Jugendliche an „Fit für die Wirtschaft“ teilgenommen. Hauptzielgruppe
sind die Schüler der achten und neunten Klassen.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom
16.11.2011
Mit Netz,
Platte und 1 000 Bällen
24.09.2011 - HOCHHEIM/LEISELHEIM
Von Angela Zimmermann
TISCHTENNIS-AG Diesterweg-Realschule plus kooperiert mit TV Leiselheim
Roman und Raphael schenken sich nichts, Schlag auf Schlag fliegen die
Bälle hin und her. Sport macht nicht nur körperlich fit, sondern stärkt
auch den Geist. Nicht zuletzt deshalb hat die Diesterweg-Realschule plus
seit Beginn des Schuljahres eine neue Attraktion im Programm: Eine
Tischtennis-AG bereichert das Ganztagsschul-Angebot.
Damit die Schüler ordentlich angeleitet werden, hat die Schule eine
Kooperation mit dem TV Leiselheim geschlossen. Der Verein stellt
versierte Trainer zur Verfügung, die einmal pro Woche 60 Minuten lang
mit den Schülern üben. Außerdem hat sich der Verein bereit erklärt, auch
die Grundschüler eine Stunde pro Woche zu unterrichten.
Für Ausrüstung und Equipment stellte die EWR AG eine vierstellige Summe
zur Verfügung, von der unter anderem zwei neue Tischtennisplatten und 1
000 Bälle angeschafft werden konnten. Insgesamt stehen den Schülern
sechs Platten zur Verfügung. „Die Tischtennis-AG ist eine große
Bereicherung für uns“, freut sich Schulleiterin Simone Gnädig.
Die Vorbereitungen seien dank der guten Zusammenarbeit mit Hans-Jürgen
Jaap, der die Kooperation organisierte, reibungslos verlaufen. Die
Schulleiterin möchte jetzt gerne noch Tischtennis-Fotos im
Eingangsbereich aufhängen. Auch diese Bitte konnte ihr EWR-Vorstand
Günter Reichart nicht abschlagen. Die Kooperation hält er für eine tolle
Idee, nicht zuletzt, weil er selbst mal aktiver Tischtennisspieler war.
Schuldezernent Hans-Joachim Kosubek sieht die Schüler beim TV Leiselheim
in guten Händen: „Die verstehen ihr Handwerk.“ Tatsächlich stellt der
TVL mit Edwin Pleyer und Antonio Delle Rose zwei hervorragende Trainer
ab. Pleyer spielte immerhin schon in der Zweiten Bundesliga. Delle Rose
leitet außerdem eine Kunst-AG an der Schule.
Die Diesterwegschule ist die fünfte Schule, mit der der Turnverein
kooperiert. Auch an der Karmeliterschule, an der Staudinger Grund- und
Realschule plus sowie an der Osthofener Seebachschule bietet der Verein
eine Tischtennis-AG an. Uschi Kestler, die zweite Vorsitzende, freut
sich, dass auch die Diesterweg-Grundschule eingebunden werden kann.
Bei den Schülern kommt die neue AG gut an. „Das Interesse ist sehr
groß“, berichtet Gnädig. Doch nur zwölf Kinder können mitmachen. Es wird
also Wartezeiten geben.
„Wir hatten 24 Interessenten“, erzählt Uli Bottelberger, Schulleiter der
Grundschule. Deshalb wurden die Kinder in der Grundschule in zwei
Gruppen geteilt. In jedem Halbjahr werden zwölf Schüler trainiert, dann
ist Wechsel.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom
24.09.2011
Sport statt Cola
und Schoko-Riegel
Von Gunter Weigand
DIESTERWEG-SCHULE Gesundheitstag zeigt Vorzüge von frischer Luft
und Bewegungsspielen auf
Reger Betrieb in der Diesterwegschule: Auf dem Sportplatz schleudern
Kinder Wurfbälle durch die Luft, nebenan rennen sie auf der Laufbahn um
die Wette, an Tischen wird eifrig gebastelt. Anlass für diese
Aktivitäten ist der Sport- und Gesundheitstag, der bereits zum zweiten
Mal von der Diesterweg-„Realschule plus“ für alle Wormser Viertklässler
ausgerichtet wird.
21 Klassen aus acht Schulen haben sich für den Tag angemeldet, um an der
„Diesterweg-Olympiade“ teilzunehmen. Elena Davydov und Lothar Stegner
haben den Fünfkampf zusammengestellt, der aus Laufen, Weitsprung, Wurf,
Slalom und 5er-Hopp besteht. „Jedes Kind hat einen Laufzettel, auf dem
seine Leistungen eingetragen werden. Die Besten einer Klasse bekommen
dann später eine Urkunde“, erklärt Lothar Stegner. Für diejenigen, die
ihr Pensum bereits absolviert haben, stehen andere
Beschäftigungsmöglichkeiten bereit: Es kann gemalt oder gebastelt
werden, und die große Kletterspinne lädt die Kinder, die noch über
Energiereserven verfügen, zum Kraxeln ein.
Der Informationstisch wird unter anderem von Nicole Scharbach und
Armin von Irmer vom Evangelischen Jugendhilfezentrum betreut. Hier sind
beliebte Süßigkeiten und Knabbereien, aber auch vermeintlich gesunde
Lebensmittel wie Joghurt oder Cornflakes aufgebaut. Aber Naschen ist
hier verboten, denn vor jedem dieser Nahrungsmittel ist ein kleiner Berg
aus Zuckerwürfeln aufgehäuft, der aufklären soll, wie viel Zucker in den
Sachen drinsteckt. In einer Dose Cola sind umgerechnet 13,5 Stück Zucker
enthalten, eine Tüte Gummibärchen bringt es auf stolze 83 Zuckerwürfel.
Die Krönung ist jedoch die Cornflakes-Packung, die umgerechnet rund 130
Zuckerstücke enthält. „Ich hätte nie gedacht, dass in Ketchup so viel
Zucker drin ist“, staunt Charlotte. Max trauert ein bisschen darüber,
dass seine geliebten Gummibärchen ungesund sind: „Ab jetzt esse ich nur
noch ganz wenige“. Komplett auf Naschereien verzichten mag aber
eigentlich keines der Kinder, auch Dreennefer, die sich über den hohen
Zuckergehalt im Apfelsaft wundert. Aber die meisten haben sich
entschieden, weniger zu naschen als vorher. Dass gesundes Essen auch
toll schmecken kann, merken die Kinder beim frisch zubereiteten
Obstsalat. „Schmeckt ja richtig gut“, meint Max und hat seinen Becher im
Nu leer gelöffelt.
Dass der Tag in der Diesterwegschule so erfolgreich verläuft, liegt
jedoch nicht nur am Organisationstalent der Lehrer, findet Simone
Waplinger: „Die Zehntklässler helfen überall mit, sie teilen den
Obstsalat aus und gehen bei den einzelnen Sportstationen zur Hand“. Die
anderen Klassen der Diesterwegschule sind auf Wandertag, damit auf dem
Schulgelände genug Platz für die insgesamt 470 Kinder ist.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom 14.09.2011
Eine spannende
Zeit für Aktien
Von Claudia Wößner
BÖRSENSPIEL Besondere Herausforderung für Teilnehmer durch
ständige Kursstürze / Auch Nachhaltigkeit wird bewertet
Noch wissen Michelle, Lena und Lisa nicht genau, was es mit dem
Wertpapierhandel, der Börsenpsychologie und der Konjunkturentwicklung
auf sich hat. Doch bis Mitte Dezember wollen die drei Achtklässlerinnen
der Diesterweg-/Paternus-Realschule plus schlauer sein. Mit ihrem Lehrer
Bertram Wetzel nehmen die Mädels jetzt am „Planspiel Börse“ der
Sparkassen teil.
Europas größte Börsen-Simulation für Aktien-Einsteiger startet am 4.
Oktober. Schon jetzt brachten die beiden Sparkassen-Vertreter Beate Ohl
und Martin Rink bei einer Infoveranstaltung den Schülergruppen das
Börseneinmaleins näher. Dabei haben Michelle, Lena und Lisa gelernt,
warum der Bulle (er stößt mit den Hörnern von unten nach oben) für
steigende und der Bär (er schlägt mit seinen Pranken von oben nach
unten) für fallende Kurse steht. Auch über die Spielregeln informierte
das Sparkassen-Duo.
Wie gehabt müssen die Schülergruppen ihr fiktives Startkapital von 50
000 Euro innerhalb von zehn Wochen mit treffsicheren Investments
vermehren. Und wie schon
in den beiden letzten Jahren
ist an den Handelsplätzen nicht nur die reine Gewinnmaximierung Trumpf.
Jedes Depot wird am Ende auch in Bezug auf seine Nachhaltigkeit
bewertet. Damit gibt es neben der Depotgesamtbewertung auch eine
Sonderwertung für Investitionen, bei denen auf Unternehmen gesetzt wird,
die profitabel wirtschaften, ohne Natur und Mensch auszubeuten.
Ab 14. September können sich die Teams bereits für das Anlagespiel
registrieren. Endgültiger Anmeldeschluss ist am 9. November, das
Planspiel endet am 14. Dezember. Haben die Nachwuchs-Börsianer beim
Kaufen und Verkaufen den richtigen „Riecher“, winken ihnen attraktive
Preise. Die jeweils drei besten Teams, die in der Depotgesamt- und der
Nachhaltigkeitsbewertung auf der Bundesebene die Nase vorn haben, fahren
nach Berlin zur Prämierung. Der Bundessieger reist zur europäischen
Siegerehrung und verbringt ein Wochenende mit den Gewinner-Gruppen aus
den anderen Ländern in Frankreich.
Bleibt noch die Frage, welche Aktien eigentlich jetzt ins Depot müssen.
Weltweit taumeln die Börsen derzeit von einem Kurssturz zum anderen -
eine spannende Zeit, in der selbst gewiefte Aktien-Profis oft ratlos
sind. Wirtschaftskunde-Lehrer Wetzel lässt sich schon einmal in die
Karten schauen. Die beste Anlage? „Gold, zumindest solange weiterhin
über Rettungsschirme diskutiert wird“, findet er. Weitere Tipps werden
aber nicht verraten. Der Pädagoge will seinen Schülern auf jeden Fall
möglichst viel Finanzwissen vermitteln: „Weil ich das für sinnvoll
erachte, dass die später wissen, was sich für sie lohnt und was nicht.“
Und in der Adventszeit, wenn am 14. Dezember beim Planspiel Börse
abgerechnet wird, werden Michelle, Lena und Lisa besser wissen, wie sie
ihr Geld vermehren.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom 07.09.2011
Auftakt für
Realschule Plus in Worms an der Diesterweg-Paternusschule
Von Martina Wirthwein
Die Schule hat begonnen. Spannend aus Wormser Sicht ist
dabei der Start mit der neuen Realschule plus, diese Schulform gibt es
ab sofort viermal in Worms: die Diesterweg-Paternusschule, die
Nibelungenschule (beide integrativ organisiert), die
Staudinger-/Karmeliterschule und die Westendschule (beide kooperativ).
Die alten Hauptschulen laufen aus.
Im Blickpunkt stand vor allem der Standort Diesterweg in Hochheim, wo
Schulleiterin Simone Gnädig und der städtische Schuldezernent
Hans-Joachim Kosubek den ersten Jahrgang begrüßten. 55 Jungen und
Mädchen hatten mit Eltern und Verwandten in der Mensa der
„Diesterweg-Paternus Realschule-Plus“ Platz genommen. Viele der
Kindergesichter zeigten anfangs noch etwas Unsicherheit. Mit ihrer
lockeren und aufmunternden Art schaffte es Simone Gnädig aber schnell,
etwaige Ängste zu zerstreuen. Sie machte Mut auf das „neue Abenteuer“.
„Traut euch, immer zu fragen, dann werdet ihr viel lernen“, gab sie den
Kindern zum Beginn der neuen Schullaufbahn mit auf den Weg. Sie weiß,
dass die Jungen und Mädchen auf viele neue Gesichter treffen werden: Auf
die Klassenlehrer – pro Klasse ein Zweierteam, die vielen neuen
Fachlehrer und natürlich auch die älteren Mitschüler. Hinzu kommen die
neuen Fächer und Arbeitsgemeinschaften. „Dafür braucht Ihr natürlich
Lust aufs Ungewisse sowie Risikobereitschaft und Mut. Am Anfang sind es
vielleicht kleine Abenteuer, wie ein neues Fach oder eine Klassenreise
fern ab von Zuhause, aber ihr werdet sehen, die Freude am Bestehen eines
jeden Abenteuers ist am Ende umso größer, je mehr man sich dafür
anstrengt und man riskiert hat“, riet sie den neuen Fünftklässlern.
Große Unsicherheit nach der Schulreform
Von einer Schulform, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat, sprach
Hans-Joachim Kosubek. Er erinnerte rückblickend an die große
Unsicherheit darüber, wie sich die Schulstrukturreform des Landes
durchsetzen würde. Kosubek sprach von einer guten Wahl, die die Eltern
mit der Diesterwegschule getroffen hätten und sparte auch nicht mit Lob
an die Adresse der Schulleiterin, für deren Einsatz hinsichtlich der
Einführung der neuen Schulform. „Die Frage des Erfolges hängt von eurem
Fleiß und Einsatz ab. Ihr habt alle Möglichkeiten vor euch“, wandte er
sich an die Kinder.
„Ihr seid an dieser Schule Pioniere mit der neuen Schulform – macht was
draus“, animierte auch Schulaufsichtsbeamter Ralf Schaubhut die neuen
„Plusschüler“. Einen ersten Einblick darüber, was die Kinder erwartet,
gaben die Mitschüler aus der sechsten Klassenstufe unter der Leitung von
Simone Waplinger (Koordinatorin der Orientierungsstufe) mit großem
schauspielerischem und komödiantischem Talent. Die „alten Hasen“ machten
deutlich, was sie von den Fünftklässlern halten („pädagogische
Fruchtzwerge“). In der Schultasche eines Neulings fanden die
„Schultaschenprüfer“ überraschend Kuscheltiere. Dass die „coolsten
Typen“ der Schule aber auch nicht nur Schulbücher in ihren Taschen
haben, zeigte der Gegentest. „Die Pokémon-Karten brauchen wir in der
Mathestunde, um die Wahrscheinlichkeit auszurechnen, wie lange es
dauert, bis wir erwischt werden“, hörte man da als Rechtfertigung. Eine
tolles Stück, an dessen Eltern die älteren Schüler ihre
Kooperationsbereitschaft gegenüber den Neulingen ausdrückten.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom 08.08.2011
Eltern löchern
Rektorin
Von Claudia Wößner
DIESTERWEGSCHULE
Beim Tag der offenen Tür viele Fragen
zum Profil der neuen Realschule plus
Fast permanent war Schulleiterin Simone Gnädig beim Tag der offenen Tür
von Eltern umringt, die sie mit Fragen löcherten, der kleine
orientalische Weihnachtsmarkt und das Teehaus gerieten da mehr zur
Nebensache. Der Grund für den großen Gesprächsbedarf liegt auf der Hand:
Im nächsten Schuljahr fusioniert die Diesterwegschule mit der
Pfeddersheimer Paternusschule zu einer integrativen Realschule plus mit
Ganztagsschule in Angebotsform. Aus zwei getrennten Schulen wird dann
eine neue Schule mit zwei verschiedenen Standorten.
Fragen über Fragen: Wo werden die Fünftklässler „eingeschult“? Welche
Vorteile hat die integrative Form? Und welche Schwerpunktbereiche gibt
es an der neuen Schule? Aufnehmende Schule, so erläuterte Gnädig, sei
zunächst die Diesterwegschule. Aber: „Ich rede nur für diesen Jahrgang,
bei späteren Jahrgängen kann das anders aussehen.“ Man unterscheidet bei
allen Realschulen plus zwei Formen, die kooperative, bei der die Schüler
nach der gemeinsamen Orientierungsstufe in abschlussbezogene Klassen
unterrichtet werden, und die integrative, bei der die Jugendlichen auch
nach der fünften und sechsten Klasse unabhängig vom Bildungsgang
gemeinsam im Klassenverband lernen.
Schüler nicht nach Klasse sechs sortieren
„Das entscheidende Argument ist für uns, dass die Schüler nicht schon
nach der sechsten Klasse in Berufsreife-Zweig und Mittlere-Reife-Zweig
eingeteilt werden, sondern die Entscheidung über den späteren
Schulabschluss möglichst lange offen gehalten werden kann“, erklärte
Gnädig.
Dass man an der Diesterwegschule mit der Sanierung der Sporthallen, der
Mensa und den entsprechenden Fachräumen über die notwendige
Infrastruktur für die Zukunft verfügt, wollte Gnädig gar nicht so sehr
in den Vordergrund rücken („Das ist Voraussetzung“). Wichtig ist für die
Rektorin vor allem das Schulprofil.
Die neue Realschule plus soll sich mit einem naturwissenschaftlichen und
einem musischen Bereich von den anderen Schulen in der Stadt
unterscheiden. Naturwissenschaftlichen Kompetenzen werden in dem
Profilfach „MaNatU“ vermittelt. In diesem Fach werden Mathematik,
Naturwissenschaften, Erdkunde und Umweltschutz fächerübergreifend
unterrichtet. Dabei soll überwiegend experimentell, außerschulisch und
projektartig gearbeitet werden. Im zweiten Schwerpunktbereich, den
musikalisch-künstlerischen Fähigkeiten, wird das Profilfach
„Musiktheater“ ausgearbeitet. Spaß an der Musik, der Kunst und der
Bewegung seien in diesem Fach ausdrücklich erlaubt, versprach Gnädig und
ergänzte: „Ziel ist es, die Schüler an Musiktheaterstücke
heranzuführen.“
Und wie kommt die Schule bei den Eltern an? Im WZ-Gespräch betonten
viele ihren „sehr positiven Eindruck“. Angela Nußbaum aus Neuhausen sah
sich bei Simone Gnädig „gut aufgehoben“ mit ihren Fragen. Einer Mutter
aus Pfeddersheim, die lieber anonym bleiben möchte, stieß indes das
„Konkurrenzdenken“ übel auf: „Es kann kein Zufall sein, dass die IGS in
Horchheim ihren Tag der offenen Tür am gleichen Tag macht wie die
Diesterwegschule.“ Gleiches gelte für den Informationsabend, der am 17.
Januar zeitgleich am Gauß, der Diesterwegschule und der IGS stattfinde.
Schulleiterin Gnädig ficht dies wenig an, sie sieht ihre neue Realschule
plus selbstbewusst als direkten Mitbewerber der IGS.
Quelle und Link zum Originalartikel:
Wormser Zeitung vom 30.11.2010